Stevia – die natürliche Süße

04
Nov
Stevia – die natürliche Süße

Die Steviapflanze, die auch unter dem Namen Honigkraut bekannt ist, wird bereits seit Jahrhunderten als Süßstoff von den Ureinwohnern Paraguays genutzt. Seit Jahren ist Stevia bereits in Ländern wie den USA, Japan oder Thailand als natürliches Süßungsmittel äußerst beliebt. In Europa wurde sie erst im November 2011 zugelassen, als sie von der EU als unbedenklich erklärt wurde.

Stevia und Gesundheit

Dieses Verbot galt deshalb, da die Stevia Pflanze unter dem Verdacht stand, krebserregende Stoffe zu enthalten. Dies wurde aber längst widerlegt. Ganz im Gegenteil, deutlich mehr Belege zeigen jetzt, dass Stevia sogar eine Anti-Krebs-Wirkung haben soll. Desweiteren ist sie als Süßstoff deutlich besser geeignet für Diabetiker. Die Pflanze ist zudem unschädlich für Zähne und enthält auch natürliche Antioxidantien. In Paraguay wird sie sogar nicht nur als Süßungsmittel benutzt sondern auch gegen Magenschmerzen.

Geschmack

Stevia ist etwa 300-mal süßer als herkömlicher Kristallzucker. Er ist im Gegensatz zu Aspartam sehr hitzebeständig. Über den Geschmack lässt sich dennoch streiten. Testpersonen haben Stevia im Gegensatz zu Zucker teilweise besser bewertet, teilweise aber auch schlechter. Deshalb gilt, probiert es einfach mal aus. Sollte es schmecken, ist es der bessere Zuckerersatz: süß, natürlich, kalorienfrei und nicht schädlich für die Zähne.
Diese Uneinigkeiten beim Geschmackstest könnten auch daran liegen, dass Stevia in hohen Mengen einen bitteren Nachgeschmack hat.

Wie viel Stevia ist gesund?

Nach derzeitigem Wissensstand über diese Pflanze sollte man, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, täglich höchstens vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Bei einem Gewicht von 70 kg wären das zum Beispiel 280 mg.

Doch das wird schwierig für die verarbeitende Industrie. Denn diese begrenzte Aufnahmemenge wird nicht ausreichen um zum Beispiel eine Limonade ausreichend mit Stevia zu süßen.

Wie erkenne ich Produkte mit Stevia?

Momentan wird sehr mit Stevia geworben. Es wurde von den Medien als DER Zuckerersatz schlecht hin angepriesen und das sieht man auch an den Produktverpackungen. In Zukunft wird Stevia auch häufiger in Diät-Produkten vorkommen. Stand vorher in der Zutatenliste zum Beispiel Aspartam mit der E-Nummer E951 wird bei Stevia-Produkten nun E960 stehen. Warum hat es eine E-Nummer? Die reine Pflanze ist deshalb noch lange nicht enthalten. Wenn von E960 die Rede ist, dann handelt es sich um Steviolglykosid, dem weißen Pulver, der im Handel erhältlich ist und auch zum Süßen in Fertigprodukten wie Limonaden, Eistees, Marmeladen, Joghurts, Schokolade oder Kaugummis verwendet wird.

 

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