Nachhaltigkeit – Glas, PET oder Tetrapak?

05
Dez
Nachhaltigkeit – Glas, PET oder Tetrapak?

Einst galt die Mehrwegglasflasche als optimale Getränkeverpackung. Denn Glas gibt im Gegensatz zu anderen Materialien keine Stoffe an das Getränk ab. Die Glasflasche war auch Symbol für einen nachhaltigen Einkauf und war deshalb, auch gerade in Naturkostläden, ein Muss. Das hat sogar bis heute angehalten – doch sie sind nicht mehr alleine, denn neben diesen Glasflaschen stehen nun zahlreiche PET-Flaschen, Getränkekartons und Einwegglasflaschen.

Doch welche dieser Aufbewahrungsmöglichkeiten ist die Nachhaltigste? Hier haben Wissenschaftler eine Ökobilanz entwickelt, die die Umweltauswirkungen eines Produkts erfasst – und zwar vom Energieverbrauch bei der Herstellung bis hin zur Flaschenreinigung nach Benutzung des Produkts.

Die ersten Bilanzen wurden 1995 und 2000 erstellt. Für Bier und Milch lagen die Glasmehrwegflaschen vorne. Mineralwasser und kohlensäurehaltige Getränke waren am ökologisch sinvollsten in PET-Mehrwegflaschen, gefolgt von Mehrwegglasflaschen und Getränkekartons. Diese Getränkekartons, besser bekannt als Tetrapaks, wurden sogar in der Verpackungsverordnung den Mehrwegsystemen gleichgestellt. Am schlechtesten schnitten Dosen aus Weißblech oder Aluminium, sowie PET- und Glaseinwegflaschen ab.

Doch heute sind die Einweg-PET-Flaschen weitaus ökologischer als vor 15 Jahren. Der Grund hierfür: Die Herstellung des PET-Rohstoffs ist weitaus umweltverträglicher als zur damaligen Zeit. Coca-Cola gilt hier las Vorreiter und bewarb seine ersten PET-Flaschen als „leichtwiegig und unkaputtbar“ und traf bei den Verbrauchern ins Schwarze.

Heute liegt der Marktanteil dieser PET-Flaschen bei über 80% und die Glasmehrwegflasche hat gegenüber den 1,5l PET-Einwegflaschen keine eindeutigen Vorteile mehr. Dennoch punktet Mehrweg bei kurzen Transportwegen und häufiger Wiederbefüllung. Je länger aber der Transportweg, desto mehr spricht für Einweg. So ist es von Fall zu Fall abhängig, wann eine Einwegflasche ökologisch vorteilhafter wäre.

Mehr Informationen zu dem Wertstoff PET gibt’s hier.