Lebensmittellügen: von wegen schwarze Oliven

11
Aug
Lebensmittellügen: von wegen schwarze Oliven

Auf dem ersten Blick scheinen es zwei ganz normale Gläser mit schwarzen Oliven zu sein. Auf dem zweiten Blick eigentlich auch. Schaut man etwas genauer hin sieht man beim linken Glas das Wörtchen „geschwärzt“. Das rechte Glas trägt den Namen „schwarze Oliven“. Warum färbt man Oliven? Und wie unterscheidet man diese? Wir helfen Euch dabei, bei dieser Lebensmittellüge die Augen offen zu halten.

Der Unterschied im Überblick:

Geschwärzt: Hier werden die noch nicht reifen, hellgrünen Oliven mit den Zusatzstoffen Eisen-II-Gluconat bzw. -Lactat gefärbt

Natürlich gereift: Während eines langen Reifeprozesses verändern Oliven auf natürliche Weise ihre Farbe: von hellgrün über violett bis hin zu schwarz. Je reifer, desto milder wird der Geschmack und umso weicher das Fruchtfleisch

Alles eine Frage der Reife

Unreife Oliven sind grün und erkennt man an dem bitteren Geschmack und dem festen Fruchtfleisch. Je länger diese auf dem Baum bleiben, desto dünkler und weicher werden sie, auf natürliche Weise. Sobald sie ausgereift sind, erhalten diese einen dunkelvioletten Ton und sind mild im Geschmack. Im Supermarkt kann man oft schwarze Oliven kaufen, die noch lange nicht reif sein müssen.

Warum wird gefärbt? – die künstliche Reife der Oliven

Um den Reifeprozess zu verkürzen und dennoch schwarze Oliven zu erhalten, kommt hier Eisengluconat zum Einsatz. Erkennen kann man die künstlich gereiften Oliven dennoch: Der Geschmack und die Konsistenz gleichen 1:1 den unreifen Oliven, nur die Farbe ändert sich. Der Verbraucher, aber, kann auf den ersten Blick nicht erkennen, ob sie nun reif oder gefärbt sind. Noch ein kleiner Tipp: Der Kern der vermeintlich schwarzen Olive bleibt grün.

Nur im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis

Sobald Oliven verpackt sind, egal ob eingeschweißt, im Glas oder in der Dose, ist es nicht Pflicht nähere Angaben zu machen. Der Verbraucher wird so hinter’s Licht geführt und weiß auf den ersten Blick nicht, ob er natürlich oder künstlich gereifte Oliven kauft. Nur ein genauer Blick in die Zutatenliste verrät uns die Wahrheit: Sobald einer der beiden E-Nummern Eisen-II-Gluconat oder Eisen-II-Lactat erwähnt werden, ist eine künstliche Schwarzfärbung sicher. Einzig bei losen Oliven ist eine Kennzeichnung Pflicht.

Ist Eisengluconat gesundheitsgefährlich?

In Maßen ist es unbedenktlich.

 

In einem Supermarkt haben wir uns viele Olivengläser angeschaut und waren immer auf der Suche nach dem Eisencluconat. Das war gar nicht so schwer. In 2 von 10 Gläsern fanden wir diesen Zusatzstoff. Also wenn Ihr echte schwarze Oliven kaufen wollt, schaut Euch die Inhaltsstoffe genau an. Das Bild zeigt spanische schwarze Oliven vom Aldi.

Lebensmittellügen - geschwärzte Oliven

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