Das Märchen der natürlichen Aromen

18
Sep
Das Märchen der natürlichen Aromen

Gesunde Lebensmittel enthalten ganz natürliche Aromen – das ist zumindest das, was wir Verbraucher nicht nur erwarten dürfen, sondern auch bekommen sollten. Doch was wir unter „natürliche Aromen“ verstehen, deckt sich noch lange nicht mit der Definition der Lebensmittelindustrie. Deshalb möchten wir Euch nun vom Märchen der natürlichen Aromen erzählen.

Es war einmal…

Es war einmal die Lebensmittelindustrie, die gemerkt hat, dass das ganze Volk, die Verbraucher, sich immer mehr gesund ernähren möchte. Doch da die Profitgier der Industrie recht groß ist, weitaus größer als das Interesse des Volkes, musste eine Lösung her – Wie können billige Lebensmittel am besten so teuer wie möglich unters Volk gebracht werden? Die Antwort ist ganz klar: es muss getrickst werden.

Scheinbar frei von künstlichen Aromen

Da dachte sich die Lebensmittelindustrie also, wir gaukeln dem Volk einfach vor, etwas Gesundes zu essen. Unterstützt vom Staat, der ihnen einige Schlüpflöcher bot, gelang es also der Industrie, mit sogenannten „natürlichen Aromen“ Produkte herzustellen, die scheinbar frei von künstlichen Aromen sind.

Lebensmittellügen: Natürliche Aromen

„Natürliche Aromen“ das klang für das Volk sehr gesund. Was sich genau dahinter befand, das wusste es jedoch nicht. Es konsumierte und aß scheinbar gesund. Doch immer mehr berichteten davon, dass es sich um eine Lüge handeln könnte. Von unglaublichen Ersatzstoffen ist die Rede, von denen nur 1 Gramm benötigt wird um ein ganzes Kilogramm Lebensmittel zu aromatisieren. Es wird auch erzählt, dass Sägespähne eingesetzt werden um ein leckeres Erdbeeraroma vorzutäuschen.

Die Zeit der Aufklärung folgt

Natürliche Aromenen müssen, wie ihr Name schon sagt, aus natürlichen Rohstoffen stammen. Was sie jedoch nicht müssen: aus einem Lebensmittel gewonnen werden. So können sie aus pflanzlichen, aber auch aus tierischen Stoffen extrahiert werden, sowie aus Mikroorganismen wie Pilzen. Auch die Gentechnik kann hier eine Rolle spielen. Welche Art von Aromen verwendet werden, hat der Staat laut aktueller Gesetzeslage nicht als verpflichtend erklärt.

Die Geldgier geht auf

Durch den Einsatz von natürlichen Aromen, spart die Lebensmittelindustrie einiges an Geld. So kann Joghurt mit Himbeeraroma 500 Mal günstiger hergestellt werden, als mit der Verwendung von echten Himbeeren. Auch Fertiggerichte können einfach aromatisiert werden und dem Verbraucher die verschiedensten Inhaltsstoffe vorgetäuscht werden.

Wo die Aromen zu finden sind

Kaum ein industriell hergestelltes Produkt ist frei von Aromen. Hier weisen vielerlei Begrifflichkeiten darauf hin: „Aroma“, „künstliches Aroma“, „natürliches Aroma“, um ein paar Beispiele zu nennen.

Probiert es doch selbst mal aus: Schließt Eure Augen bei der nächsten Mahlzeit und schmeckt den Unterschied? Schmeckt Euer Himbeerjoghurt wirklich nach Himbeeren? Könnt Ihr aus dem Fertiggericht wirklich alle Bestandteile herausschmecken, die auf der Packung abgebildet sind?

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die…

Aromastoffe täuschen uns nicht nur, sondern erhöhen auch das Risiko von Übergewicht, denn Sie regen unseren Appetit an. Auch die eigentlichen Vitamine und Mineralstoffe, die normalerweise in einem Produkt enthalten sind, wenn Sie nicht durch Aromen ersetzt worden sind fehlen außerdem.