Optische Täuschung – frisches Fleisch vom Discounter

21
Apr
Optische Täuschung – frisches Fleisch vom Discounter

Schließt mal Eure Augen und stellt Euch mal frisches Fleisch vor. Wie sieht es für Euch aus? Etwa saftig und rosig oder rosa/rot? Das Fleisch in der Plastikpackung vom Discounter entspricht (meist) optisch unseren Vorstellungen. Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Auf dem ersten Blick sieht auch so (meistens) verpacktes Frischfleisch aus dem Supermarkt aus: schön rosig und saftig. Doch der Schein trügt. Damit das Fleisch so aussieht, und das für möglichst mehrere Tage anhält,  wird Sauerstoff in die Packung gepumpt.

Frischfleisch unter Schutzatmosphäre – klingt gar nicht soo schlimm, oder?

Foodwatch deckt auf: Frischfleisch aus dem Supermarkt wird in einer Sauerstoffatmosphäre verpackt und bleibt somit äußerlich schön saftig und rosa/rot, innen aber grau und zäh. Und das aufgrund des Sauerstoffs. Denn diese Schutzatmosphäre trägt dazu bei, Lebensmittel haltbarer zu machen und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Das ist definitiv wieder mal eine Verbrauchertäuschung: denn qualitativ minderwertiges Fleisch wird als vermeintlich Frisches verkauft.

Wikipedia.de schreibt über den Geschmack vom Supermarktfleisch:

Gemäß Informationen des BfR[1] kann es unter stark sauerstoffhaltigen Schutzatmosphären, die verwendet werden, damit verpacktes Fleisch eine frische Farbe behält, durch Cholesterinoxidationsprodukte sehr wohl zu Veränderungen und Beeinträchtigungen des Geschmackes kommen, die aber nicht gesundheitsgefährdend sind.

Der NDR hat das Frischfleisch in Schutzatmosphäre stichprobenartig bei verschiedenen Discountern eingekauft und getestet. Das Ergebnis: der Sauerstoffgehalt lag bei durchschnittlich 80%, was keineswegs die natürliche Umgebung wiederspiegelt. Die Folgen: zähes und ranziges Fleisch.

So hat die Lebensmittelindustrie wieder einen Weg gefunden, Fleisch länger „frisch“ zu halten und dabei den Verbraucher zu täuschen. Die einzige Möglichkeit ist es nun beim Metzger oder beim Schlachter seines Vertrauens einzukaufen – aber woher weiß man, dass man nicht auch dort getrickst wird?