Halten Clean Labels ihr Versprechen?

22
Mai
Halten Clean Labels ihr Versprechen?

So nachdem ich euch ja bereits über Clean Labels aufgeklärt habe, habe ich mich natürlich auch auf die Suche nach ein paar Beispielen gemacht. Wenn ich nach „Clean Label“ in der Bildersuche google, findet man ja bereits allerhand Bilder.

Doch ich wollte auch wissen wie sehr mein Vorratsschrank von Clean Labels befallen ist. Und ich muss sagen, die ganzen Informationen die ich für Lebensmittellupe in den letzten Monaten gesammelt habe, waren sehr hilfreich, sodass ich nur wirklich nur ein einziges Produkt in der gesamten Küche gefunden habe.

 

Clean Labels - was darf man noch glauben?

Clean Labels täuschen unwissende Verbraucher

 

Täuschende Clean Labels

Clean Labels täuschen – nur im Kleingedruckten kann man herausfinden was wirklich drin ist

 

Im Kleingedruckten, meist auf der Rückseite einer Verpackung, kann man herausfinden was wirklich drin ist.

Nehmen wir als Beispiel das Clean Label „ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“ – hier geht man davon aus, dass keine Geschmacksverstärker enthalten sind. Aber wird das Versprechen auch gehlante?

Wir schauen ins Kleingedruckte und entdecken die Zutat Hefeextrakt. Laut Gesetz ist es kein Geschmacksverstärker und trägt damit keine E-Nummer. Dennoch hat Hefeextrakt eine geschmacksverstärkende Wirkung.

Das kommt daher, dass Hefeextrakt Glutamat enthält. Dieses Glutamat ist chemisch identisch mit dem industriellen Zusatzstoff mit der E-Nummer E-621. Demnach ist dieses Produkt alles andere als frei von Geschmacksverstärkern, laut Gesetz aber schon.

Was außerdem auffallend ist, ist der höhere Anteil an Salz und der Zusatz von Aroma. Auch Salz verstärkt den Geschmack. Wie viel Salz genau drin ist, weiß ich jedoch nicht. Aber es gibt eine kleine Regel an die man sich richten kann. Je weiter vorne ein Inhaltsstoff sich befindet, desto mehr davon ist vorhanden. An vierter Stelle mit einem Anteil von 13% ist Meersalz. Aber ziemlich am Ende steht auch nochmal Speisesalz.

Relativ am Ende steht auch noch Aroma – auch das trägt dazu bei, den Geschmack des Produkts zu verstärken. Dennoch dürfen sie als „natürlich“ deklariert werden. Auch dann, wenn sie im Labor gewonnen werden und aus Grundstoffen wie Holzspänen stammen.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass ziemlich viel Zucker im Produkt enthalten ist. Zunächst steht „Zucker“ an erster Stelle, des Weiteren findet man in der Mitte Karamellzuckersirup sowie Fruktose und Milchzucker. Milchzucker ist sogar zwei mal enthalten.