Käse zum Nachdenken

13
Sep
Käse zum Nachdenken

Heute Früh ging ich zum Kühlschrank und wollte seit langem mal wieder ein No-Name Produkt entlarven. Mir fiel der Be-light Käse in Salzlake gereift (Aldi) direkt in die Hände, also setzte ich mich ans Internet und fing an zu forschen.

Den Hersteller herauszufinden war mal wieder nicht allzu schwer, nämlich die Käserei Bonifaz.Aber was mich mehr Zeit am PC kostete, war dieser kleine Satz der hinten auf meinem Käse stand: „Hergestellt mit mikrobiellem Lab“

Ich fragte mich: Was ist eigentlich „Lab“?

Lab ist ein Gemisch aus den Enzymen Chymosin und Pepsin, welches aus dem Labmagen junger Wiederkäuer im milchtrinkenden Alter gewonnen und zum Ausfällen des Milcheiweißes bei der Herstellung von Käse benötigt wird.

Käse zum Nachdenken

Ich habe herausgefunden, dass in Deutschland drei Arten von Lab verwendet wird.

  • tierisches Lab (aus Kälbermägen)
  • mikrobielles Lab (hergestellt in Fermentern mit Hilfe von Schimmelpilzen)
  • gentechnisches Lab (seit 1997 auch in Deutschland als Labersatzstoff zugelassen)

Das Lebensmittelgesetz in Deutschland sieht keine Kennzeichnungspflicht für einige Inhaltsstofe vor, dazu gehören Calcium, Säurungskulturen und das verwendete Lab.

Ich las einige Artikel in Veggie-Blogs und muss nun gestehen, ich habe nicht gewusst, dass Kälber (je jünger, desto besser) für die Käseproduktion gezüchtet und benutzt werden.

Mein Käse den ich heute Morgen in der Hand hielt ist also zumindest für Vegetarier geeignet. Die anderen zwei Sorten die noch im Kühlschrank liegen nicht.

In Zukunft werde ich Wohl oder Übel auch da jetzt mehr ein Auge drauf werfen, weil ich gar nicht möchte das ein Kälbchen wegen meinem Käse stirbt. Ich denke das könnte ein schwieriger Weg werden, ich werde euch davon berichten.

Gorgonzola Käse mit tierischem LabGorgonzola mit tierischem Lab