Analog-Käse vs. echtem Käse

19
Aug
Analog-Käse vs. echtem Käse

Viele von euch haben sicherlich noch nie was von Analog-Käse gehört. Ich auch nicht. Aber höchstwahrscheinlich haben wir ihn, unwissentlich, schon alle mal gegessen. Hier möchte ich euch nun über diese Lebensmittel-Lüge aufklären.

Was ist Analog-Käse?

Analog-Käse ist ein günstiger und schnell hergestellter Käseersatz. Er besteht aus Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß, Stärke und Geschmacksverstärkern. Man mag es kaum glauben, aber in Deutschland werden jährlich ca. 100.000 Tonnen davon hergestellt.

Echter Käse, dagegen, besteht aus Milch, Lab und evtl. Beta-Carotin. Kommen diese Zutaten nicht in den Inhaltsstoffen vor und findet man niergends das Wort „Käse“, kann man davon ausgehen, dass Analog-Käse verwendet wurde.

Ist dieses Käseimitat gesundheitsschädlich?

Nein. Aber Analog-Käse ist ein künstlich hergestelltes Produkt, das seinen Geschmack nicht duch einen langen Reifeprozess wie bei echtem Käse erhält, sondern durch Aromastoffe und Geschmacksverstärker. Außerdem enthält es kein Kalzium.

Wo finde ich diesen Analog-Käse?

Auf dem ersten Blick erkennt man ihn nicht. Er „versteckt“ sich in Fertigprodukten, wird im Backshop und in der Gastronomie verwendet. Analog-Käse ist deshalb so bei Herstellern beliebt, weil die Produktionskosten bis zu 40 % billiger sind als sein Original. Also überall wo Käse abgebildet ist, könnte es sein, dass sich ein Imitat dahinter verbirgt.

Käsefakten

  • viele Hersteller wollen ihre Produkte nicht mit „Käseimitat“ kennzeichnen und verwenden deshalb Bezeichnungen wie „überbacken“. Der Verbraucher geht automatisch davon aus, dass es echter Käse ist.
  • Griechische Salate enthalten nicht automatisch Feta-Käse, nur weil das Bild auf der Verpackung es einem weiß macht. Hier kann es auch sein, dass das Imitat verwendet wurde.
  • Im Einzelhandel wird Analog-Käse oft als „Pizza-Mix“ verkauft. Der geriebene Käse, der sich in der Verpackung befindet, macht den Anschein als wäre es echter Käse.
  • Beliebte Produkte, in denen Käseimitat verwendet wird, sind: Tiefkühlpizzen, und -baguettes, „Käse“brötchen oder -stangen, Cheeseburger.
  • Schnittkäse muss nicht immer zu 100 % aus Käse bestehen. Wenn das der Fall ist, dann wurden ihm Schmelzsalze hinzugefügt (eigentlich nicht erlaubt)

Produktbeispiel

  • Metro Quality Pizza-Mix: Pizza-Mix bestehend aus geriebenem Pizzabelag aus 50% Käse und 50% Pflanzenfettbasis

Fazit

  • nur wenn wirklich Käse drauf steht, ist auch Käse drin
  • um sicherzugehen, im Kleingedruckten nachschauen
  • auch wenn die Bezeichnung „Käse“ vorkommt, heisst es nicht, dass dieser auch aus 100% Käse besteht

Weitere Infos:
wikipedia.de – Kunstkäse